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Fantasy Schreibwerkstatt

Eine Welt erschaffen

Eine Welt zu erschaffen ist nicht ganz einfach. In erster Linie sollte sie mit der Reise der eigenen Charaktere zusammen hängen. dem entsprechend muss ein Großteil der Geschichte schon in einem groben Konzept stehen und klar sein in was für einer Landschaft die einzelnen Reiseabschnitte stattfinden. Wenn ein Charakter z.B. von einer Wüste über eine Steppe in die Berge reist, muss die eigene Welt diesen Schnitt wiedergeben. Da in den meisten Geschichten die Landschaft ein Austragungsort für Ereignisse ist und nicht Dreh und Angelpunkt, sollte die Welt vertrauten Prinzipien folgen. Dies überfordert die Leser nicht damit sich die Landschaft vorzustellen, während sie sich auf die Ereignisse konzentrieren sollten.

Grundprinzipien

Wer eine topographische Karte aufschlägt wird schnell merken, dass Flüsse, Berge, Meere und Seen nicht zufällig verteilt sind. Ein Moorgebiet wird nicht mitten in der Wüste erscheinen. Landschaften gehen ineinander über. Welten haben in der Regel Pole. Im Norden und/oder Süden sollte es also auf den erschaffenen Kontinenten kühler werden.

Städte werden nicht mitten in der Wüste, sondern an Oasen, Flüssen, Meeren errichtet. Wenn eine Stadt von nichts leben kann wird sie gar nicht erst gebaut. Eine große blühende Handelsstadt befindet sich nicht abgelegen, eine Minenstadt befindet sich in oder bei Bergen.

Brauche ich eine Karte

Ob eine Geschichte eine Karte benötigt liegt an der Komplexität der Geschichte. Verläuft die Geschichte linear so ist eine Karte oft nicht nötig. Sobald es wechselnde Schauplätze gibt sollte eine Karte vorhanden sein. Bei einer linearen Reise ist eine Karte optional. Viele Leser können sich so die Bewegungen besser vorstellen. In den meisten High-Fantasy-Romanen ist eine Karte angebracht. In Geschichten, die auf unserer Erde stattfinden brauchen keine Karte, denn jeder Atlas erfüllt den Zweck. Kurzgeschichten brauchen keine Karte.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Karte. Entweder zeichnet man die Landesgrenzen und Städte ein oder markiert die Landschaften und Städte. Beide Karten erfüllen einen speziellen Zweck. Ländergrenzen und Städte veranschaulichen die politischen Grenzen gut. Wenn es in der eigenen Geschichte um Politik und Fronten geht, hilft eine solche Karte dem Leser sich Entfernungen und Relevanz von Entscheidungen besser vorzustellen. Dies ist in weitläufigen Fantasygeschichten von großem Vorteil. Die Umgebung mit Wäldern, Wüsten und Bergen werden zur Reiseverfolgung wichtig. So kann sich der Leser schneller und besser in den Weg hineinversetzen. Eine Karte lässt auch den Leser einschätzen, wann sich zwei Parteien treffen oder wo sie sich getrennt haben.

Eine Karte zeichnen

Mit der Hand eine Karte zu zeichnen ist recht einfach. Man sollte deswegen immer eine Skizze anfertigen. Da Grenzen, Flüsse, Küsten und Landschaften nicht gerade verlaufen, müssen Linien nicht sauber geführt werden. Das schwierigste ist die Einschätzung der Entfernung, doch der Leser erwartet keine genaue Maßstabstreue. Er wird ja nie wirklich dort wandern. Grob sollten die Abstände schon Stimmen. Zwei Tagesritte sind nun einmal doppelt so viel Strecke wie ein Tagesritt.

Eine digitale Karte mit Gimp oder einem anderen Programm zu zeichnen ist auch nicht kompliziert. Benutzt man für alle Elemente verschiedene Ebenen, lassen sich Entfernungen im Nachhinein anpassen. Die Seite welschaffen.de zeigt gut wie man eine Landkarte erstellt.