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Fantasy Schreibwerkstatt

Fantasy schreiben

Fantasygeschichten schreiben kann doch wirklich jeder. Es sind einem ja überhaupt keine Grenzen gesetzt. Viele Leute gehen mit dieser Einstellung an ihren ersten "Fantasyroman". Das ganze funktioniert aber nicht so einfach. Auch Fantasy folgt einigen Regeln und ist durch die Vorstellungskraft aller Leser begrenzt.

In nachfolgenden Artikeln werde ich das Fantasygenre näher erläutern, auf seine inneren Regeln eingehen und Fragen zu diesem Thema beantworten. Falls du eine Frage haben solltest, die die Artikel nicht erläutern schicke sie mir an kontakt@annas-schreibwerkstatt.de .

Allgemeine Regeln der Fantasy

Die erste Regel ist ganz einfach. Denke dir nichts aus, was sich nicht jeder vorstellen kann und vor allem, was du nicht beschreiben kannst. Die deutsche Sprache ermöglicht dort sehr viel. Wortneuschöpfungen und lange Umschreibungen sind für fast alles möglich, doch nicht jeder Gedanke lässt sich in Worte fassen. Wer z.B. als Christ Gott beschreiben will kommt schnell an die Grenzen der Vorstellungskraft und des mit Worten möglichen. Am Ende muss der Leser eine Ahnung von dem haben, was er gerade liest.

Die einfachste Art dabei sicher zu gehen ist auf altbewährte Konzepte, die jeder kennt zurück zu greifen. Wesen aus der Mythologie, Märchen oder berühmten Werken wurden alle bereits beschrieben. Jeder Mensch hat Bereits ein Bild von Drachen, Werwölfen, Magie oder Geistern vor Augen, so dass sich auf dem Bild aufbauen lässt. Man sollte jedoch die einzelnen Konzepte gut recherchieren und sie zu Zwecken der Originalität der eigenen Geschichte etwas abändern. Die Leser brauchen kein Buch, dass genau so ist wie tausend andere.

Wie jede Geschichte müssen auch fantastische Geschichten einer inneren Logik folgen. So muss sich von Anfang bis Ende

Fantasyuntergenres

Fantasy unterteilt man generell in High-Fantasy, Low-Fantasy, Dark-Fantasy und Urban-Fantasy, wobei ein fließender Übergang ineinander nicht auszuschließen ist. Natürlich gibt es auch Geschichten, die sich nicht in oben genanntes Schema einordnen lassen. Gesondert ist das Genre der Science-Fiction zu betrachten. Auch wenn die Geschichten oft einen fantastischen Charakter haben, betrachten sie in der Regel eine Zukunft, die Realität werden könnte.

High-Fantasy

Die High-Fantasy ist wohl das bekannteste Untergenre der Fantasy. Geprägt von J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe" verkörpert es für viele den Begriff der Fantasy. Nicht nur ein hohes Maß an Magie und fantastischen Wesen wie Orks, Elfen und Zwergen müssen vorkommen, sondern vor allem eine ausgeklügelte eigene Welt. Diese wird im Roman global betrachtet. Im High-Fantasy kann man nicht einfach drauf los Schreiben. Die Welt benötigt ein Konzept und eigene Regeln, an die sich gehalten werden muss. Tut man dies nicht sind logische Fehler vorprogrammiert.

Eine Welt erschaffen
Eine Welt bevölkern

Low-Fantasy

Low-Fantasy ist nicht weniger Wert als High-Fantasy und darf genau so fantastisch sein. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Betrachtung der Ereignisse. Während in der High-Fantasy die ganze Welt wichtig ist, legt die Low-Fantasy ihr Augenmerk auf die Charakterentwicklung. Nur die nähere Umgebung des Helden ist wichtig. Am besten lässt sich dies mit der klassischen Abenteuergeschichte erklären. Der Held stolpert regelrecht von einem Abenteuer ins nächste um seine Aufgabe zu erledigen. Der Schauplatz um den Helden herum wird nur selten verlassen. Ob der Feind sich gerade auch noch mit dem Nachbarland verbündet oder am anderen Ende der Welt der Untergang der Zivilisation wartet, ist für die Geschichte unrelevant, solange der Held nicht direkt damit zu tun hat. Natürlich darf der Held auch die Welt verändern mit seinen Taten doch liegt dieses nicht im Vordergrund. Das Low-Fantasy und High-Fantasy oft fließend ineinander übergehen kommt nicht selten vor.

Dark-Fantasy

Die Dark-Fantasy genießt zur Zeit eine recht hohe Beliebtheit. Ihre wichtigste Eigenschaft ist Düsternis. So lässt sie sich oft neben dem Fantasygenre auch im Genre des Horrors und der Mystery einordnen. Häufige Hauptcharaktere sind Untote, Vampiere und Werwölfe. Wichtig ist die Erzeugung von Spannung, der dunklen Stimmung und von Schreckmomenten. So gehört Bram Stokers "Dracula" eindeutig zur Dark-Fantasy, während Stephanie Meyers "Biss-Reihe" eher der Urban-Fantasy zuzuorden ist.

Urban-Fantasy

Die Fabelwesen wandern unter uns. Magie gibt es tatsächlich. Das ist Urban-Fantasy. Sie spielt auf der Erde ab und ist dementsprechend auch an ihre Regeln gebunden. Natürlich dürfen Ausnahmen definiert werden (sonst wäre es wohl nicht Fantasy), aber unsere Gesellschaftsstrukturen, Orte und Naturgesetze sind dennoch einzuhalten.

Schreiben im Allgemeinen

Jede Geschichte folgt bestimmten Regeln. Nicht umsonst ist das Schreiben ein Handwerk. In folgenden Artikeln möchte ich ein Paar Grundregeln des Schreibens zusammenfassen. Wenn man sich an die Regeln hält, merkt man schnell, dass man weniger oft in Schreibblockaden gerät und Leser besser durch die Geschichte kommen.

Von der Idee zum Plot

Der Anfang einer jeden Geschichte ist eine Idee. Diese muss noch nicht ausgereift sein und nicht die ganze Geschichte umfassen, doch die Idee bildet den Grundstein und das erste Ziel der Geschichte. Die Meisten, die mit dem Schreiben anfangen wollen haben bereits eine Idee. Die Anderen können in diesem Artikel zum Ideen finden lernen wie man schnell zu ein paar guten Ideen kommt.

Anschließend muss aus der Idee ein Plot gesponnen werden. Dieser ist wichtig damit die Geschichte nicht davonläuft. Das bedeutet, dass die Geschichte beim Schreiben ungeplante Wendungen entwickelt, die dem Ende nicht zuträglich sind. Das heißt nicht, dass zu diesem Zeitpunkt alles im Detail stehen muss, aber die Hauptcharaktere und die Rahmenhandlung müssen vorgegeben sein. Jede Geschichte folgt dabei einer typischen Dramaturgie, ohne die der Erzählung die Spannung fehlt.

Steht ein grober Plot, kann dieser detailliert ausgearbeitet werden. Wie viel schon im Voraus festgelegt wird, liegt aber in der Hand des Autors. Ein detaillierter Plot beschleunigt und führt den Schreibprozess. Es treten weniger Logikfehler auf, die am Ende mühsam beseitigt werden müssen. Je gröber der Plot, desto freier ist die Geschichte im Schreibprozess. Jeder Autor muss selbst bestimmen, wie er dieses am besten handhaben möchte.


Wie komme ich auf eine Idee?
Wie plotte ich meine Idee?

Niederschreiben

Schreibt darauf los. Orientiert euch an eurem Plot. Er ist der Leitfaden für eure Geschichte. Er verhindert das ihr stecken bleibt und bringt eure Geschichte zu Ende. Ihr könnt aber auch noch abweichen, Dinge versuchen und Sackgassen einbauen. Achtet nicht zu sehr auf Fehler, Wortwiederholungen und saubere Formulierungen. In dieser Phase muss am Ende nur eine Rohfassung stehen. Überarbeitet wird hinterher.

Überarbeiten

Die erste Phase der Überarbeitung sollte der Geschichte gehören. Logikfehler, Ergänzungen und Kürzungen stehen auf dem Zettel. Lasst einen kritischen Testleser drüber schauen. Eine sehr gute Anleitung für Testleser findet ihr bei Markus Johanus auf seinem Blog.

Erst im Anschluss sollten Ausdrucksfehler, Stilblüten etc. ausgebügelt werden. Bei der Rechtschreibkontrolle helfen Rechtschreibprüfprogramme. Das von Word ist schon sehr gut.

Es gibt aber auch Internetalternativen.

Wie ein guter Teig, sollte auch ein Text ruhen. Ein späterer Blick, wenn man nicht mehr zu tief in der Geschichte steckt, entlarvt noch einige Fehler.

Technik für das Schreiberherz

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Word - nicht umsonst der Standard

Word bietet viele Möglichkeiten der Formatierung in einer leicht zu bedienenden Oberfläche. Die Rechtschreibkontrolle und Grammatikkontrolle sind ziemlich gut und finden die meisten Fehler. Die grelle Oberfläche von Word tut nach langem Arbeiten den Augen weh. Mit Office 365 erhält man die ganze Palette hervorragender Office Produkte wie PowerPoint und Outlook. Dafür ist es in der Personal Edition mit 7€ im Monat relativ teuer. Die meisten Verlage wollen aber doc oder docx Dateien haben. Diese sind am besten mit Word einzusehen.